Grundlagenforschung am DGZ-Tag der Wissenschaft/Universitäten 2017

 

23. November 2017: Der zweite DGZ-Tag der Wissenschaft/Universitäten im Rahmen der 3. DGZ-Gemeinschaftstagung wurde gut besucht. Keynote-Lectures und Kurzvorträge gaben einen Überblick über die aktuelle Grundlagenforschung in der Zahnerhaltung.

 

 

 

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Presseinformation

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Auf dem ehrwürdigen Campus Charité Mitte in Berlin fand am 23. November 2017 zum zweiten Mal der DGZ-Tag der Wissenschaft/Universitäten als Pre-Congress der DGZ-Jahrestagung statt. Die Veranstaltung vermittelte einen sehr guten Überblick über die hochkarätige Grundlagenforschung in der Zahnerhaltung.

 

Zwei Keynote-Lectures als Auftakt der Veranstaltung

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch zwei Keynote-Lectures, beide Vorträge waren geprägt von beeindruckenden elektronenoptischen Aufnahmen, die Einblicke in die Ultrastruktur der Zahnhartsubstanzen und in die Oberflächeninteraktionen an der Zahnoberfläche gewährten. Dr. Paul Zaslansky aus Berlin befasste sich in seinem Vortrag vor allem mit dem Aufbau und der funktionellen Nanostruktur des Dentins sowohl unter statischen als auch unter dynamischen Bedingungen. Für ausgewählte Analysen hat seine Arbeitsgruppe sogar mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron, kurz DESY, in Hamburg kooperiert – die Teilchenbeschleuniger wurden im Dienst der zahnmedizinischen Forschung angewandt.

Hörsaal der Inneren Medizin der Charité Mitte // Foto: DGZ

Im Vortrag von Prof. Dr. Matthias Hannig aus Homburg/Saar standen die Untersuchungen seiner Arbeitsgruppe zu Grenzflächenphänomenen und Oberflächeninteraktionen in der Zahnerhaltung im Mittelpunkt. Diese spielen bei Pellikel- und Biofilmbildung ebenso eine Rolle wie bei der Anwendung von Adhäsiven oder Zementen. Moderne analytische Verfahren (NMR, Proteomics) und elektronenoptische Verfahren sind unerlässlich für das grundlegende Verständnis dieser Interaktionen, die uns in der Mundhöhle und in der Zahnerhaltung permanent begegnen.

 

Bedeutung der Natur-/Ingenieurswissenschaften zeigt sich in vielseitigen Kurzvorträgen

Das breite methodische Spektrum der Kurzvorträge knüpfte direkt an die Keynote-Lectures an. Durchflusszytometrie, In-situ-Studien zur Pellikel, Röntgenspektroskopie, chromatographische Verfahren, Next-Generation Sequencing (Mikrobiomanalyse), optische Verfahren in der Kariesdiagnostik und Zellkulturuntersuchungen seien hier exemplarisch genannt. Die vielseitigen Kurzvorträge wurden angeregt diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass innovative Forschung in der Zahnmedizin ohne enge Kooperation mit den Natur- und Ingenieurwissenschaften nicht denkbar ist. An vielen Hochschulstandorten wird dies bereits intensiv umgesetzt, wobei die einzelnen Standorte spezifische Profillinien abdecken.

 

Hörsaalruine des Medizinhistorsichen Museums der Charité Berlin
Foto: DGZ

Gelungener informeller Abschluss vor außergewöhnlicher Kulisse

Abgerundet wurde der Tag durch ein Get-Together in der Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Charité Berlin. In diesen Räumen hatte Prof. Rudolf Virchow gelehrt. Bei gutem Essen konnte der wissenschaftliche Diskurs fortgeführt und vertieft werden. Ein besonderer Akzent war die Möglichkeit einer Führung durch das Berliner Medizinhistorische Museum mit anatomischen und pathologischen Präparaten aus dem 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert.

 

   
Das Format des DGZ-Tages der Wissenschaft/Universitäten fand mit über 130 Teilnehmern großen Anklang und wird auch künftig im Rahmen der DGZ-Tagungen angeboten. 2018 wird die Veranstaltung im Rahmen der 32. Jahrestagung der DGZ gemeinsam mit der 24. Jahrestagung der DGKiZ und der 2. Jahrestagung der AG ZMB am 27. September 2018 in Dortmund stattfinden. Informationen finden Sie demnächst auf der Homepage der DGZ unter Veranstaltungen.