Vortragsreihe "Digitaler Workflow in der restaurativen Zahnerhaltung"

Die Digitalisierung hat die restaurative Zahnerhaltung grundlegend verändert und eröffnet neue Möglichkeiten in Diagnostik, Planung und Therapie. Gleichzeitig erfordert sie ein fundiertes Verständnis der eingesetzten Technologien und Materialien sowie deren Grenzen im klinischen Alltag.

In der dreiteiligen Vortragsreihe „Digitaler Workflow in der restaurativen Zahnerhaltung“ erhalten Sie einen strukturierten und praxisnahen Überblick über die zentralen Bausteine digitaler Behandlungskonzepte – von der Materialwahl über die Datenverarbeitung bis hin zur klinischen Umsetzung.

Die Reihe richtet sich an Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre Kenntnisse im digitalen Arbeiten vertiefen und Sicherheit im Umgang mit modernen Technologien gewinnen möchten. Neben theoretischem Hintergrundwissen stehen vor allem praxisrelevante Aspekte und klinische Entscheidungsprozesse im Mittelpunkt.

Inhalte der Einzelvorträge

Teil 1: Materialauswahl – Möglichkeiten und Grenzen
Priv.-Doz. Dr. Julia Lubauer/Erlangen
Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuell auf dem Markt erhältliche CAD/CAM-Materialien mit dem Fokus auf Vollkeramiken, unter weiterer Betrachtung von Kompositen und Hybridkeramiken. Beleuchtet und diskutiert werden Struktur-Eigenschafts-Beziehungen unter Berücksichtigung des werkseitigen Herstellungsprozesses, wobei aus der mechanischen Leistungsfähigkeit die Indikationen und Anwendungsgebiete der Materialien bzw. deren Limitationen abgeleitet werden.

Teil 2: Einsatz von Scannern – Möglichkeiten und Grenzen
Priv.-Doz. Dr. Andreas Ender/Zürich
Im zweiten Teil der Themenreihe werden moderne Intraoralscanner und digitaler Abformverfahren mit Fokus auf Präzision, Anwendungsbereiche und potenzielle Fehlerquellen vorgestellt.

Teil 3: Insertion und Indikationsgrenzen
Priv.-Doz. Dr. José Ignacio Zorzin/Erlangen
Die digital erstellte Restauration ist fertiggestellt und bereit zur Insertion – doch welche Befestigungsstrategie eignet sich am besten? Sollte der Zahn geätzt und gebondet werden oder ist eine reine Zementierung ausreichend? Wie sieht die optimale Vorbehandlung aus – Sandstrahlen oder Ätzen, mit oder ohne Primer? Diese Fragen stellen sich im Praxisalltag immer wieder. 

Mit der wachsenden Vielfalt an Materialien im digitalen Workflow – darunter Feldspat-, Leuzit-, Lithiumsilikat- und Hybridkeramiken sowie Zirkonoxid – nehmen auch die Möglichkeiten und Anforderungen bei der Befestigung zu. Das Spektrum reicht von der konventionellen Zementierung über die selbstadhäsive Ein-Schritt-Befestigung bis hin zur mehrschrittigen adhäsiven Befestigung mit Säure-Ätz-Technik und Dentinbonding. Ebenso richtet sich die Vorbehandlung der Restauration nach dem jeweils verwendeten Material. 

Im letzten Vortrag der Themenreihe werden anhand klinischer Beispiele und aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse bewährte Befestigungsstrategien für sämtliche relevanten Materialien im digitalen Workflow vermittelt. Zugleich werden Indikationsgrenzen aufgezeigt, um die Materialwahl und das Befestigungsprotokoll im Praxisalltag sicher, effizient und wirtschaftlich umzusetzen. 

Priv.-Doz. Dr. med. dent. José Ignacio Zorzin ist Oberarzt, Forscher und Hochschullehrer an der Zahnklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums Erlangen. Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf dentalen Keramiken, Kompositen sowie Materialien für die adhäsive Befestigung. Sein Ziel ist es, Materialien und Techniken wissenschaftlich wie klinisch zu erforschen, besser zu verstehen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Lehre sowie zur Verbesserung der Patientenversorgung nutzbar zu machen.

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